Wolfgang Reck

Gestalttherapeut



Veränderung

Die äußeren Umstände können in der Regel nicht geändert werden und man muss bei dem Wunsch nach Überwindung der aktuellen Lebenskrise oder Unzufriedheit bei den Möglichkeiten der eigenen Veränderung ansetzen. Einige Persönlichkeiten, die die Gestalttherapie mit entwickelt oder stark beeinflusst haben, haben auf Grund ihrer Erkenntnisse zum Thema Veränderung prägnante Leitsätze formuliert:

  • „Veränderung geschieht, wenn jemand wird, was er ist, nicht wenn er versucht, etwas zu werden, das er nicht ist“ (Arnold Beisser). Diese sogenannte paradoxe Therorie der Veränderung gibt die Richtung an, in die man sich verändern bzw. weiterentwickeln sollte. Gehen Sie auf ein Art Entdeckungsreise zu sich selbst, und werden Sie nach und nach diejenige bzw. derjenige, der Sie eigentlich sind.
  • “Der Mensch wird am Du zum Ich” (Martin Buber). Dies ist ein Hinweis darauf, dass es alleine nicht geht (auch nicht bei uns Männern ;-)) und dass ein Orientierung gebendes Gegenüber sehr hilfreich ist.
  • “Was ist, darf sein, was sein darf, verändert sich” (Werner Bock). Dieser Satz deutet darauf hin, was zu tun ist und dass Gestalttherapie viel mit Selbsterfahrung zu tun hat. “Was ist” bezieht sich auf inneres Erleben und aufkommende Gefühle, auch wenn es manchmal unangenehm, mit Ängsten verbunden, oder schmerzhaft ist. “Darf sein”: das innere Erleben und die Gefühle nicht zu verdrängen und zu kontrollieren, sondern gewahr zu werden, zu erlauben und anzunehmen. Meinem Körper, meinem Organismus zutrauen, dass er damit zurecht kommt, dass er es verarbeitet. Dabei ein Gegenüber haben, das mich akzeptiert und (aus)hält, so wie ich gerade bin und mit dem, was ich gerade erlebe. Wirklich faszinierend ist die anschließende Veränderung im Erleben. Das Fließen von (neuer) Energie, die Auflösung einer inneren Blockade, die entstehende Klarheit, die innere Freiheit.

Der Weg ist ein Erlebnis (Deiner Selbst) !